Tag 68 / Endlich haben die Blutungen aufgehört

Auf diesen Tag habe ich gefühlte Ewigkeiten gewartet! Endlich lies die Blutung nach… Was für ein Gefühl nach den vielen Wochen! 🙂 Am liebsten hätte ich direkt wieder mit Training angefangen, aber ich wollt vernünftig bleiben und doch noch etwas warten… man kann ja nie wissen. Würde es am nächsten Tag wegen zu starker Belastung doch wieder anfangen, würde ich durchdrehen.

Also wieder den Schweinehund wecken und versuchen eine Couchpotatoe zu bleiben 😀 so ein Mist aber auch!

Tag 55 / Plötzlich keine Blutung mehr?

Seit der Ausschabung vor ca. zwei Wochen war eine periodenähnliche Blutung an der Tagesordnung. Mal mehr, mal weniger… jedoch heute über nacht war sie komplett verschwunden… ist das nun gut oder schlecht? Ich habe langsam keine Lust mehr 🙁 hoffentlich war es das jetzt endgültig…

Tag 49 / Von wegen…

Heute nur ein kurzes update: Von wegen die Zeit der Blutungen sei vorbei. Plötzlich war es wieder soweit! Es war unglaublich viel… es tropfte 🙁 schnell habe ich mich noch mit 5 Packungen Nachbinden versorgt. Laut Ultraschall war doch alles in Ordnung :/ ich habe beschlossen mich auszuruhen und abzuwarten. Was anderes bleibt ja auch nicht übrig.

Tag 40 Teil II / Aufwachen…!

Das Nächste, an das ich mich erinnere ist, dass mich einige aus ihrem Bett anstarrten, als ich aufwachte und mich umsah. Ich war in einem riesigen Raum mit ca. 15 anderen Menschen, die gerade eben frisch operiert waren und am aufwachen waren. Angenehm ist anders. Ich sah auf die Uhr hinter mir und machte nochmal „kurz“ die Augen zu. Beim nächsten Augenaufschlag wurde ich gefragt, wie es mir geht… ich meinte nur:“ Ganz gut dafür, dass die OP erst 20 Minuten her ist.“ Aber nein, mein zweites Schläfchen war wohl doch etwas länger, denn der Pfleger meinte es seien seit dem schon 2 Stunden vergangen.  Er vergewisserte sich, ob ich Schmerzen habe, oder mir schwindelig sei. Aber mir ging es soweit gut… bis auf… naja. Ich fühlte, wie mein Bett unter mir nass und warm war… ich rief eine Krankenschwester… sie sah nach und unter mir war alles voller Blut. Sie wechselte die völlig durchtränkte Binde und bat mich mit ihr die Toilette aufzusuchen.

Na großartig, wieder vor zig Fremden, kaum bekleidet und komplett verblutet vorbeilaufen. Naja, in dem Moment hat man natürlich ganz andere Gedanken, aber im Nachhinein ist das wirlich kein Zustand, wenn man darüber nachdenkt. Dort wechselte ich noch einmal die Binde und „durfte“ wieder zurück ins Bett watscheln. Die Oxytocininfusion war kurz vorher schon leer… nach einem sehr kurzen Arztgespräch sollte ich wieder aufs Zimmer dürfen.

Ich frage mich ernsthaft, wie man eine Ausschabung ambulant hätte durchstehen sollen, wenn man so stark blutend wieder nach Hause geschickt wird???!!!!

Ich wurde nun zu Finn aufs Zimmer geschoben. Dort angekommen habe ich mich direkt unter die Dusche gestellt. Das tat gut! Frisch gemacht und frisch angezogen konnte ich mich dann wieder hinlegen und ausruhen… endlich war es vorbei!

Tag 40 / Meine Befürchtungen werden wahr… OPERATION :(

Am Vorabend hatte ich schon beschlossen, dass ich vorbereitet in den nächsten Tag starten werde. Also habe ich ab diesem Zeitpunkt nichts mehr gegessen oder getrunken…

 

Am Morgen hatte ich wieder Finni versorgt und bin wieder auf die Gynäkologische Station. Kurz darauf wurde ich auch gleich untersucht… der Ultraschall war unverändert. Auch die Oberärztin warf erneut einen Blick darauf und machte direkt einen dringenden OP-Termin für mich aus. Danach wurde ich über die Risiken aufgeklärt und zum Anästhesisten geschickt. Wirde wieder über die Risiken aufgeklärt und habe die Erklärung unterschrieben. Da mein Kind auf der Station war, durfte ich in meinem Bett auf die Operation warten, anstatt noch Stundenlang in einem Wartezimmer… (die armen Leute, die ambulant operiert werden und ewig noch im Wartezimmer sitzen müssen).

 

Also zurück zu Finn. Dort kam die liebe Schwester Elvira wieder zu mir, gab mir mein Flügelhemdchen und bestellte einen Transport, denn ich wurde in meinem Bett in die Aufnahme geschoben. Dort angekommen wurde ich in den Warteraum gestellt, mit ca. 6 anderen Personen, die ebenfalls im Bett mit Haube und nur einem Flügelhemdchen bekleidet auf ihre OP warteten… seltsames Gefühl… ich schloss die Augen und versuchte zu schlafen. Nach ca. einer Stunde dann durfte ich zu Fuß (Flügelhemdchen hinten schön zugehalten) an allen vorbeilaufen und in den nächsten Raum hinein. Dort musste ich dann auf ein Metallpodest steigen und warten… es sah alles aus, und fühlte sich an wie in einem Schlachthaus 🙁

Nach 5 Minuten kam ein Mann mit einer schmalen, erhöhten Liege herein. Von dem Podest aus sollte ich mich auf die Liege legen. Mein Kopf wurde fixiert und ich wurde auf der Liege festgeschnallt. Er fuhr mich so dann in den Vorbereitungsraum. Die Arme wurden links und rechts fixiert, Blutdurckmanschette angebracht und das Sauerstoffmessgerät an den Finger gemacht. Ich wurde mehrmals nach meinen Daten gefragt und warum ich denn hier sei… öhm… steht das denn nicht in meiner Akte??

Nach guten 20 Minuten Vorbereitung kam dann die Anästhesistin dazu. Sie fragte mich nach meinem schönsten Gedanken, der mir gerade einfiel und ich erzählte ihr, dass ich mich unglaublich darauf freue mich Finn, Micha und unserem Chihuahua Billy an einem schönen, sonnigen Tag spazieren zu gehen…. mit diesem Gedanken wurde ich dann in die Vollnarkose geschickt.

Heute ist Finn 38 Tage alt / NOTAUFNAHME

Heute Morgen hat mich die Krankenschwester Elvira angesehen und meinte ich sehe doch sehr blass und mitgenommen aus, ob denn alles in Ordnung sei. Dann erzählte ich ihr die Sache mitden ständigen Blutungen, und dass ich langsam nicht mehr weiter weiß. Ich fühle mich krank und unendlich müde.

Sie hat mich sofort in die Notaufnahme geschickt, ich soll mich dort SOFORT untersuchen lassen, völlig egal was meine Frauenärztin da von sich gibt!

Natürlich war ich geschockt, aber auch erleichtert, dass mich endlich jemand für voll nimmt und mir einen ernst gemeinten, auch mütterlichen Rat gibt.

Also habe ich Finn versorgt, habe den Schwestern bescheid gegeben und habe mich auf die Socken in die Notaufahme gemacht. Dort durfte ich dann 7 Stunden warten (zum Glück habe ich immer wieder auf mein Zimmer zurück zu Finn können und bin dann alle 60 Minuten wieder runter um zu fragen, wann ich denn dran kommen würde).

Dann endlich war die Untersuchung. Das Ergebnis: Nix genaues. Die Oberärztin wurde dazugeholt und sollte selbst nochmal mit dem Ultraschall nachsehen. Anscheinend gab es große Plazentareste, die noch sehr gut durchblutet waren. Aber ganz sicher waren sich beide nicht. Sie haben mir Tabletten mitgegeben, die ich zwei Tage lang einnehmen sollte. Diese führen noch einmal zu Nachwehen. Mit Glück würden diese Reste sich dann lösen. Wenn nicht, würde ich mich einer Ausschabung unterziehen müssen.

Menschenskinder! Ich war keine Memme!!! Hätte mich meine Gynäkologin doch einfach mal erst genommen und untersucht, hätte ich mir fast 6 Wochen Leid erspart!

Also zurück aufs Zimmer, alle 8 Stunden Tabletten einnehmen und zu allem Überfluss noch Nachwehen aushalten :/