Heute ist Finn 36 Tage alt / So fühlt sich das also an?

Gestern Abend gg. 21 Uhr kam ich dann mit gepackter Tasche ins Krankenhausund zog ins Zimmer zu Finn. Er hat ein Gitterbettchen bekommen und ich direkt danaben ein Krankenhausbett. In dem Zimmer war noch der kleine David, der auch am selben Tag eingezogen ist. Ebenfalls ein Frühchen von der vorherigen Station, jedoch ohne seine Mama.

 

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen was für ein unglaubliches Gefühl es ist, einfach so sein Kind aus einem Bettchen zu nehmen, es mit in sein eigenes Bett zu legen und einfach nur zu knuddeln, zum umarmen und so einzuschlafen. Wie lange habe ich darauf gewartet? Gefühlte Ewigkeiten! Und auf einmal, ohne „Vorwarnung“ war es auf einmal soweit. Ich war hier… Tag und Nacht, durfte bei ihm schlafen, ihn füttern… ja, ihn einfach richtig kennenlernen… Mutter sein <3

Heute ist Finn 35 Tage alt / WO IST FINN???

Heute sind wir wie jeden Tag zu Finn gefahren, mit der Milch in der Kühltasche sind wir selbstverständlich auf die Frühchenstation gegangen. Dort sagte uns die Krankenschwester: „Der Finn ist seit heute nicht mehr bei uns. Wurden Sie denn nicht informiert?“

Ähm… nein! Panik brach in mir aus… er ist auf der Kinderstation… öhm… ganz alleine?

Ich habe sofort kehrt gemacht und wir sind auf die Kinderstation geeilt. Langsam wurde ich panisch. Eigentlich blöd, aber nicht zu wissen, wer jetzt wo mein Kind gerade hat, ist doch ein sehr seltsamel Gefühl. Vor der Kinderstation mussten wir klingeln und man lies uns 7 Minuten lang warten. Dann durften wir endlich rein und ich krallte mir die nächstbeste Krankenschwester:

„Mein Name ist… wo ist mein Kind?“

„Finn? Sagt mir nichts.“

„Was?!“

„Moment, ich frage mal, hier geht ja kein Kind verloren.“

Waaaaaaaaaah!!! Mein Blutdruck war schon unter der Decke!

„Hach, da ist er ja. Er war bis eben bei der Untersuchung.“

Da war er, mein klitzekleiner Finn, auf dem Arm einer Krankenschwester im Besprechungszimmer und trank genüsslich seine Milch aus der Flasche 😀

Gott, war der niedlich!!! <3

Zur Erklärung: Kinderstation bedeutet zwar immernoch Monitorüberwachung, jedoch kommen auf jede Krankenschwester nicht nur 3, sondern 12 Patienten vom Säugling bis is Jugendalter. Außerdem war Grippezeit und alles war voller Grippekranker Kleinkinder… und mittendrin mein kleines, knapp2 kg Frühgeborenes :/ hrmpf. Diese Station bedeutet ebenfalls, dass man als Begleitperson ein Bett im selben Zimmer bekommt und die ganze Versorgung komplett selbst übernimmt. Also füttern, Windeln wechseln, baden usw. ab jetzt alles Mami-Sache. Joah, so ganz unvorbereitet ist das jetzt nicht so super :/

Also nach dem ersten „Schock“ schnell nach hause fahren und Tasche packen. Es kann ja auch niemand vorhersehen, wie lange wir nun auf dieser Station bleiben… kann sich ja um mehrere Wochen handeln… das wird eine große Tasche werden 😉