Tag 94 / Artikel Lungenreifespritze, Frühchen und Nebenwirkungen

Lungenreifespritze, Frühchen und Nebenwirkungen

Hallo meine Lieben,

ich bekomme ja häufig private Nachrichten mit Fragen und die möchte ich gerne nach und nach auch öffentlich beantworten, da es oft die selben Fragen sind 🙂 Bestimmt ist das ein oder andere dabei, was ihr euch selbst schon gefragt habt.

Lungenreifespritze ab wann?

Wenn festgestellt wird, dass es deinem Baby nicht so gut geht, oder vermutet wird, dass es früher als gedacht zur Welt kommen wird, ist es sinnvoll, dass du die Lungenreifespritze bekommst.

Lungenreifespritze und Wirkung

In dieser Spritze, es sind übrigens ZWEI Spritzen, die innerhalb von 24 Stunden gegeben werden, ist Kortison enthalten. Dies bewirkt, dass sich die Lungenreifung des ungeborenen Babies beschleunigt und somit versucht, das Risiko einer Atemfunktionsstörung vorzubeugen. Das Kortison wirkt auch positiv auf das Risiko einer Hirnblutung. Sie wird im Allgemeinen zwischen der 26. SSW und der 33. SSW verarbreicht.

Das Spritzen an sich ist wirklich nicht schlimm, kann evtl. etwas brennen. Ich persönlich habe es gar nicht als schmerzhaft empfunden. Also braucht ihr KEINE ANGST vor der Spritze zu haben 🙂

Nebenwirkungen

Es gibt keine signigikanten Nebenwirkungen, Nachteile oder Spätfolgen für Mutter und/oder Kind.

Lungenreife auffrischen

Leider ist es tatsächlich so, dass die Lungenreifespritze nur eine Wirkung von 14 Tagen hat. Danach sollte sie wiederholt bzw. aufgefrischt werden.

 

 

 

 

 

Erster Tag im Krankenhaus und CTG

Erster Tag im Krankenhaus und CTG

Es war soweit, hoffentlich zeigten die Tabletten Wirkung. Und das taten sie… die Wehen waren vereinzelt zu sehen, aber nicht mehr in regelmäßigen Abständen. Der Gebärmutterhals wurde jetzt ersteinmal nicht mehr kontrolliert, denn das kann auch wehenfördernd wirken. Das einzige, was am Vortag noch bemerkt wurde war, dass der Muttermund schon Fingerbreit geöffnet war. Bedeutete: weiterhin Adalat und strenge Bettruhe!

Die folgenden Tage sahen so aus: alle 8 Stunden Tabletten, drei mal täglich CTG und sonst Bettruhe. Letzteres fiel mir nicht sehr schwer, denn die Tabletten haben mich körperlich so fertig gemacht, dass ich beinahe ununterbrochen geschlafen habe. Das Schlimmste daran war, dass mir ca. 1,5 Stunden nach der Einnahme speiübel geworden ist. Glücklicherweise war eine Einnahme um 22 Uhr und eine um 6 Uhr morgens so, dass ich zu diesen Zeiten sowieso geschlafen habe.

Die zweite Lungenreifespritze habe ich direkt nach 24 Stunden auch noch erhalten. Falls mein Kind so früh kommen sollte, wirkt das enthaltene Kortison so auf die Lungen des Ungeborenen, dass die Lungen besser ausgereift sind und es im Notfall besser selbstständig atmen kann.

 

Durchhalten…..!!!

Hier geht es direkt zum Artikel zur Lungenreife

Die Wehen MÜSSEN gestoppt werden!!! (langer Beitrag)

Nachdem ich mit Sack und Pack im Krankenhaus angekommen war, wurde ich erstmal wieder ans CTG angeschlossen. Dieses zeigte unverändert die regelmäßigen vorzeitigen Wehen an. Ich bekam einige Tabetten (Adalat), die die Wehentätigkeit stoppen sollte. Ich fragte wann ich denn wieder aufstehen könnte. Die Aussage der Hebamme war: „Sie verlassen diesen Raum erst, wenn das CTG keine Wehentätigkeit mehr schreibt.“ Oha, das kann ja dauern… und so war es.

Alle 30 Minuten bekam ich eine Tablette. Meine Güte gingen die auf den Kreislauf. Anfangs dachte ich, das wird schon gut über die Bühne gehen, doch merkte nach ca. 1,5 Stunden wie mein Kreislauf langsam absackt und mir schwindelig wird… mit der Zeit bin ich am ganzen Körper knallrot geworden… doch die Wehen waren immernoch zu sehen. Also hieß es Zähne zusammenbeißen und weiter durchhalten. Zwischendurch bekam ich noch die Lungenreifespritze.

Insgesamt lag ich ca 3-4 Stunden am CTG, bis die Wehen aufgehört hatten. (Es durfte mind. 30 Minuten lang keine Wehe mehr sichtbar sein). Als ich endlich aufstehen durfte und an mir herabsah, wurde mir ganz anders… komplett rot von oben bis unten und meine Arme bis zu den Fingern waren sehr angeschwollen. Ich war komplett fertig. Körperlich und geistig sehr mitgenommen wollte ich nur noch auf mein Zimmer und mich ausruhen.

Die ganze Prozedur dauerte 6 Stunden, dann bekam ich ein Zimmer zugewiesen. Ich bekam die Anweisung alle 8 Stunden eine Adalat-Tablette einzunehmen (musste den Wecker stellen, denn das Einhalten der Zeit war enorm wichtig).