Müdigkeit…

Die ersten 3 Monate waren geprägt von Übelkeit, und vor allem Müdigkeit! Tatsächlich war ich nach der Arbeit so dermaßen erledigt, dass ich mich schon Nachmittags ins Bett gelegt habe und mich einfach nur noch ausruhen und fernsehen wollte… bis Abends. Und dann habe ich einfach geschlafen 😀 ich fühlte mich dauernd nur ausgelaugt und fertig. Mit der Konzentration hatte ich es auch nicht mehr besonders…

Die Nächte hingegeben, waren auch gemein, denn das Baby fängt so langsam an in dieser Zeit auf die Blase zu drücken. Bedeutet nachts kann man alle paar Stunden aufstehen um auf die Toilette zu wandern XD ein Teufelskreis…

Wie war es bei euch?

Kaffee… JA oder NEIN?

Darf man Kaffee trinken?

Erstmal die gute Nachricht: Kaffee ist kein völliges No-go, es sollte jedoch in Maßen genossen werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät Schwangeren, nicht mehr als 300 Milligramm Koffein pro Tag zu sich zu nehmen, das entspricht etwa zwei Tassen Kaffee. Die WHO weist aber auch darauf hin, dass Koffein in schwarzem Tee, Schokolade, Kakao und Limonaden enthalten ist. Deshalb sollten Schwangere eher vorsichtig mit  Koffein sein, denn 300 Milligramm sind tatsächlich der Höchstwert, der für Frauen und ihr Kind noch unbedenklich ist.

Gelüste… Das Baby will unbedingt Schokolade :D

Wer kennt sie nicht? Diese Gelüste, die man vorher immer vom Hören belächelt hat? Mich hats voll erwischt…! Den einen Tag habe ich mich nur von Leberwurstbrot ernährt, am nächsten Tag wurde mir vom Geruch auf einmal total übel. Immer, wenn wir etwas auf Vorrat gekauft haben, wollte ich es nicht wieder haben 😀

Erstaunlicherweise waren es sehr oft Lebensmittel (abgesehen von Schokolade, Nutella und Döner, hihi), die mein Körper in dem Moment gebraucht hat. Käse (da waren wohl die Knochen des Kindes am Aufbau wegen Kalzium), Sauermilch (konnte ich einen halbe Liter einfach so trinken), Nüsse, Granatapfel, Bananen, Mandarinen usw. Der Körper holt sich wirklich oft genau das, was er gerade dringend benötigt.

Was war es bei euch?

Übelkeit, Übelkeit und…. Übelkeit

Meine Güte, dieses kleine Wesen kann einen echt fertig machen. Mir war einfach dauerschlecht… oder ich hatte Fressanfälle. Übergeben musste ich mich (Gott sei dank!) nie, aber Eimer und Tüte waren immer in greifbarer Nähe. Ich glaube Micha klingelt es jetzt noch in den Ohren, wenn ich im Bett lag und gerufen habe: “Schaaaatz, Eimer!!!”, und er um die Ecke gerannt kam XD

Heute kann ich drüber lachen, aber zu der Zeit sagte ich ihm immer wieder: “Sollte ich irgendwann in der Zukunft auf die oberhohle Idee kommen noch ein Kind zu wollen, erinnere mich daran, wie dreckig mir es heute geht!”

Als ob das was bringen würde… wir Frauen wissen doch genau, wir würden es wieder tun 😀

So vergingen die Tage… man isst, wenn man endlich mal Appetit hat das, was man gerade richtig doll haben will. Bei mir war es Döner… ja, ihr habt richtig gelesen. Ihr ist schlecht, aber Döner ging dann doch noch rein, zumindest ab und zu 🙂 das einzig gute daran war, dass sich mein Gewicht um 2 kg verringert hat…. das sollte aber nicht lange so bleiben 😉

Es gab tatsächlich auch Tage, an denen ich mich ganz gut gefühlt habe, dann habe ich mich sogar ins Training getraut 🙂 schön leichtes Training (ich habe zuvor knapp 3 Jahre lang Krafttraining und Muskelaufbau betrieben) zwar, aber irgendwie war es ab und zu mal wieder schön den alten Gewohnheiten zu folgen, wenn es möglich war.

4 Wochen bis zum nächsten Termin…

Wie langsam die Zeit doch vergeht, wenn man auf einen Termin warten muss.

Ich habe mir in der Zeit verschiedene apps angesehen für die Schwangerschaft.  SSWR Lite hat z.B. keine Werbung und ist ganz nett gemacht 🙂 Schreibt doch in die Kommentare welche app euch überzeugt hat! (Die Bücher, die ich bestellt habe, verlinke ich unter diesen Beitrag)

Was aber noch dazu kommt, abgesehen von der riesigen Freude natürlich, ist die Angst, dass noch etwas passieren kann und anderereits, dass man sich damit zurückhalten muss es einfach jedem zu erzählen. Das war mit Abstand das Schwierigste für mich 😀 verdammt, noch ganze 6 Wochen (!!!) warten, bis diese 3 ersten Monate vorrüber sind! Eine gefühlte Eeeeewigkeit!

Wem habt ihr es denn zuerst gesagt? Und habt ihr diese Frist abgewartet?

Ich muss ehrlich sagen, dass ich meiner besten Freundin und meinen engsten Verwandten (Oma und meiner Mutter) schon gesagt habe, dass da was im Anmarsch ist 🙂 erstens hat man mir dieses dämliche Grinsen schon aus zig Metern aus angesehen und zweitens ist es förmlich aus mir rausgeplatzt 😀 Am Ende ist es doch so: wenn doch noch etwas schlimmes passiert wäre, hätte ich genau diesen Menschen auch davon erzählt. Also warum nicht gleich einweihen? Das ist zumindest meine Meinung dazu 🙂

Endlich habe ich den Mutterpass <3 Größe, Alter und Gewicht, bitte! :P

Nachdem festgestellt wurde, dass das Herzchen fleissig pumpert, habe ich auch den Mutterpass erhalten 🙂 was für ein Gefühl! Das Grinsen in meinem Gesicht konnte mir so schnell nichts und niemand nehmen… die ersten Daten wurden aufgenommen.  An diesem Tag war ich 6+4, Startgewicht wurde erfasst (82,5 kg), Alter (32) und Größe (1,68 m) , sowie verschiedene Fragen zu Vorerkrankungen, Allergien usw.

Das Beste war allerdings den berechneten Entbindungstermin zu erfahren:

11.3.2018   <3, ein Märzbaby <3

Der erste Ultraschalltermin… der erste Herzschlag <3

Es war endlich soweit, der lang ersehnte Termin war gekommen. Oh Gott, war ich aufgeregt. Tausende Gedanken schossen mir durch den Kopf. Zum Glück hatte ich am Vortag schon meine Handtasche und Schlüssel zurechtgelegt, sonst hätte ich alles einfach vergessen und wäre zum Arzt losgerannt 😀

Nach einer halben Ewigkeit Wartezeit (ab jetzt wird schon Urin und Blut abgenommen), konnten wir endlich ins Behandlungszimmer. Micha durfte zum Glück mit rein… und da war es:

Ein kleiner 2 mm Floh, und ein pochendes, schlagendes Herzchen. Einer der schönsten Momente in unserem Leben <3

Darf ich noch auf dem Bauch schlafen…?

 

Da kommen schon die ersten Gedanken in einem auf… was darf ich und was nicht? Ich als totale Bauchschläferin habe mir natürlich direkt Sorgen gemacht. Allgemein sagt man: solange es nicht unangenehm ist, oder weh tut, ist es in Ordnung. Eigentlich klar, aber meine Gedanken haben es ab dem Zeitpunkt einfach nicht mehr zugelassen. Ich konnte ohne schlechtes Gewissen nicht mehr auf dem Bauch schlafen. Also musste ich mich wohl oder übel daran gewöhnen auf der linken Seite oder eben dem Rücken zu schlafen.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich nach den 8 Monaten tatsächlich sehr gut auf dem Rücken schlafen kann. Also keine Angst, es wird mit der Zeit besser und ist nur Gewohnheitssache 🙂

Wie habt ihr das gemacht?

Die Tage bis zum ersten Ultraschall und Übelkeit…

Verstehen, was in einem vorgeht. Verstehen, was auf einen zukommt. Verstehen, dass neues Leben in mir heranwächst.

Damit habe ich mich hauptsächlich in den folgenden Tagen beschäftigt. Eigentlich ist ein positiver Test etwas Tolles, jedoch hat man noch nichts gesehen… es schlägt noch kein Herzchen. Das ist auf dem Ultraschall erst ab der 6ssw sichtbar. Bei vielen sogar erst ab der 8 ssw. Immer wieder der Gedanke: wird man etwas sehen? Wird alles gut?

Ich muss leider sagen, dass sich das flaue Gefühl im Magen zu einer Dauerübelkeit entwickelt hat. Vor allem kurz nach dem Aufstehen Morgens war es sehr sehr unangenehm. Es war oft so, dass ich mich immer wieder kurz hinlegen musste, wenn ich gemerkt habe, ich muss mich gleich übergeben. Ich habe das Glück ein Homeoffice-Büro zu haben, denn eine Fahrt oder einen langen Tag stehend oder an einem Platz, an dem es viele Gerüche gibt, hätte ich nicht wirklich ohne Dauerko**** überstanden.

An dieser Stelle ein dickes Lob an alle Frauen, die das so durchziehen und weiterhin ihrer Arbeit ohne zu jammern nachgehen!!!

Was mir ganz gut gegen die morgendliche Übelkeit geholfen hat, war der Tipp direkt nach dem aufstehen etwas zu essen. Heißt, neben dem Bett ein paar Salzstangen oder eine Banane liegen zu haben, und direkt nach dem aufsitzen ein paar Bissen zu essen. Es kostet Überwindung, aber hilft tatsächlich ungemein… außerdem der Geruch von frischer Zitrone oder auf einem Stückchen frischem Ingwer zu kauen. Getrunken habe ich am liebsten stark verdünntes Apfelschorle oder andere sehr verdünnten Säfte oder kalter Tee 🙂

Mulmiges Gefühl…

Ich konnte die positiven Schwangerschaftstests einfach nicht lange weglegen. Immer wieder musste ich darauf schauen, ob es denn wirklich wahr ist! Seltsam war, dass ich kurz vorher geträumt hatte, ich wäre schwanger und jetzt das 🙂

Die Erste, der ich ein Bild von dem zweiten Strich gezeigt hatte war meine beste Freundin Moni. Die ist vor Glück beinahe ausgeflippt, weil sie ja von meinen Bedenken eines kinderlosen Lebens wusste.

So groß die Überraschung und die Freude darüber auch war, ein mulmiges Gefühl hatte ich trotzdem im Bauch. Nicht, wie ihr jetzt sicherlich denkt: Bestimmt die üblichen Bedenken einer Schwangeren. Nein, mir war tatsächlich ab dem Zeitpunkt bewusst, warum ich ein flaues Gefühl im Magen hatte und das schon seit ein paar Tagen. Sollte das diese Schwangerschaftübelkeit sein, von der alle sprechen?